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1 Sack Altkleider mehr Klimaschutz als 1 Baum

Bundestagkandidatin Kerstin Kühn besuchte HUMANA

Im Gespräch mit Herrn Kâre Dahne
Im Gespräch mit Herrn Kâre Dahne

„Die Wiederverwendung gebrauchter Kleidung schafft Arbeitsplätze, fördert Entwicklungshilfeprojekte und schont die Umwelt.“ Das unterstrich Geschäftsführer Kâre Dahne bei einem Besuch der Bundestagskandidatin der LINKEN Kerstin Kühn bei der HUMANA Kleidersammlung GmbH in Hoppegarten Mitte August.

Vor Ort informierte sie sich, wie die in Hunderten Containern zusammengetragenen Kleidungsstücke sortiert und für den Versand vorbereitet werden zu Abnehmern in Deutschland, Osteuropa, Afrika und Asien. Ein Sack Altkleider schaffe mehr Klimaschutz als 1 Baum, weil Umweltbelastungen für die Herstellung neuer Kleidung entfielen, erklärte Dahne. Die Einnahmen werden in armen Ländern verwendet wie Mosambik, Angola und Simbabwe für Entwicklungsprojekte: Kinderhilfen, Schulen, Lehrerausbildung, Unterstützung von Kleinbauern, Arbeit gegen HIV/AIDS zum Beispiel. Das Unternehmen, das seit 1988 bundesweit gebrauchte Kleider und Schuhe sammelt, ist in Hoppegarten seit 2009 ansässig und beschäftigt 50 Mitarbeiter. Allein in der Gemeinde finden sich 25 Container. Kerstin Kühn verwies auf die Bedeutung der Verbraucher dazu beizutragen, Ressourcen zu schonen und Kleidungsstücken ein zweites Leben zu geben. Der Bundestagskandidatin gab Kâre Dahne mit auf den Weg, dass das vorhandene  Kreislaufwirtschaftsgesetz von unnötiger Bürokratie und nicht eindeutigen Formulierungen befreit werden müsse.
(Notiert von Renate Adolph)

Tackmann und Kühn für regionale Kreisläufe mit Plan B

Kerstin Kühn (l.) und Kirsten Tackmann in der Diskussionsrunde zum "Plan B"
Kerstin Kühn (l.) und Kirsten Tackmann in der Diskussionsrunde zum "Plan B"

Ohne soziale Gerechtigkeit bleiben ökologisches Wirtschaften und eine nachhaltige Lebensweise leere Versprechungen. Von dieser Überzeugung ausgehend hat DIE LINKE vor einigen Jahren bereits einen sogenannten „Plan B“  vorgelegt – ein Projekt für den sozial-ökologischen Umbau der Gesellschaft. Es sieht vor, natürliche Ressourcen zu schonen und gleichzeitig menschliche Grundbedürfnisse wie Ernährung, Zugang zu Wasser, Mobilität, Bildung, Sorge und Versorgung als globale Rechte durchzusetzen. Mit diesem Ansatz beschreibt „Plan B“ ein neues Gesellschaftsmodell, das auf lokaler, regionaler und internationaler Ebene umgesetzt werden müsste.

Die Spitzenkandidatin der Brandenburger LINKEN zur Bundestagswahl, Kirsten Tackmann, war aktiv an der Erarbeitung des „Plan B“ beteiligt. Auf ihrer Tour durch Märkisch-Oderland Mitte August diskutierte sie mit der Bundestagskandidatin der LINKEN Kerstin Kühn in Bruchmühle Wege zur Umsetzung des Projektes. Menschen sollten in Würde aber nicht auf Kosten der nächsten Generationen leben, legte Tackmann vor einem sehr interessierten Publikum dar. Das gebiete schon der von uns Erdenbürgern gemachte Klimawandel. Jeder auf der Welt müsse und könne Zugang zu Nahrungsmitteln erhalten. Die Landwirtschaft sollte sich dabei auf regionale Kreisläufe  konzentrieren, ohne lange Transportwege und die Vernichtung eigener Kapazitäten. Ebenso wichtig seien die Erneuerbaren Energien. Dem stünden allerdings Profitinteressen großer Marktketten, Billigexporteure landwirtschaftlicher Produkte in afrikanische Länder oder der vier mächtigen Energieversorger in Deutschland zum Beispiel massiv gegenüber.

DIE LINKE wolle im Verbund mit ortsansässigen Landwirten, Unternehmen und Verbrauchern gegensteuern. Kühn unterstrich die Verantwortung jedes einzelnen schon beim Kauf regionaler Produkte und beim sparsamen Umgang mit Ressourcen wie Lebensmitteln, Strom und Wasser. Heute werde entschieden, wie wir morgen leben, betonte sie.

Zuvor hatten beide Kandidatinnen für den Bundestag landwirtschaftliche Betriebe in Worin und Möglin besucht.
(Notiert von: Renate Adolph)

KKühn in Worin und Möglin

Wichtige Stimme im Bundestag

Mit D. Bartsch auf dem Podium
Mit D. Bartsch auf dem Podium

Knapp sechs Wochen vor den Bundestagswahlen stellten die Kandidatin in Märkisch-Oderland/Barnim II, Kerstin Kühn, und der Spitzendkandidat der LINKEN und Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Dietmar Bartsch, über 100 interessierten Zuhörern in Hoppegarten ihre Argumente für die Wahl der LINKEN vor.

Die Rechtsanwältin Kühn unterstrich, dass sie durch ihre Tätigkeit die Probleme der Menschen gut kenne. Deshalb trete sie ein für die Abschaffung der Hartz IV-Gesetze, für gleiche Renten in Ost und West, für mehr Pflegekräfte, die auch gut bezahlt werden, sowie für ein Gesundheitssystem, das nicht zur Ware verkommt. Besonders wichtig sei ihr, die Erhaltung des Friedens, denn ohne Frieden sei alles nichts. Wichtig seien Abrüstung, der Stopp aller Rüstungsexporte sowie Stopp der Beteiligung an Kriegseinsätzen.

Dietmar Bartsch zeigte auf, dass es in der Bundesrepublik genug Reichtum gäbe, um steigende Kinder- und Rentenarmut zum Beispiel zu beseitigen. So verfügen nur 36 Milliardäre über so viel wie die Hälfte der Bevölkerung Deutschlands insgesamt. Dieses Vermögen könne niemals durch eigene Hände Arbeit erworben sein. Das Verhältnis von Managergehältern zu dem, was Werktätige verdienten, läge bei 67:1. Die Kluft erhöhe sich stetig. Der ehemalige VW-Chef Winterkorn, erhalte beispielsweise 3100 Euro Rente täglich, wofür? Die Ungleichheit der Vermögen sei in Deutschland so hoch wie noch nie zuvor. Hier will die LINKE gegensteuern mit einer höheren Besteuerung von Einkommensmillionären. Damit könnten Investitionen in Schulen, Kitas, sozialem Wohnungsbau, Internet, Krankenhäuser und Öffentlichem Nahverkehr getätigt werden. DIE LINKE sei eine wichtige Stimme im Bundestag, um konkrete Maßnahmen für soziale Gerechtigkeit und Frieden zu artikulieren, betonte Dietmar Bartsch. 

(Notiert von: Renate Adolph)