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Kerstin Kühn

Opfer von Hexenprozessen offiziell rehabilitieren!

Die Direktkandidatin der Partei DIE LINKE, Frau Kerstin Kühn aus Bernau, erklärt zur Veranstaltung für die Opfer der Hexenverfolgung am 10.02.2017 um 14 Uhr in 16321 Bernau, Marktplatz 2:

"Was haben die Hexenprozesse von damals mit der Gegenwart zu tun, habe ich mich im Vorfeld des Termins gefragt. Sehr viel.
Ich bin froh, dass wir in Bernau einen würdigen Ort gefunden haben, an dem wir an die Opfer der Hexenprozesse erinnern. Es gibt deutschlandweit noch nicht so viele Kommunen, die diesen Schritt gegangen sind. Es gibt aber eine wachsende Zahl von Städten, die Opfer von Hexenprozessen offiziell rehabilitieren und sich für das erlittene Unrecht entschuldigen. Bernau gehörte noch nicht dazu.

Ich finde, dies ist ein sehr aktuelles Thema, denn auch heute wird auf Menschen, die anders sind, mit dem Finger gezeigt, müssen wir uns mit fremdenfeindlichen Vorurteilen und populistischen Strömungen auseinandersetzen
Es geht um ähnliche Verhaltensmuster: Man versucht, Schuldige zu finden – im Mittelalter für Missernten, für Krankheit oder plötzlichen Tod. Heute fühlen sich viele Menschen in ihrer sozialen Lage bedroht, haben Zukunftsängste. Und wieder suchen sie nach Schuldigen.
Noch heute gibt es Staaten auf der Welt, die Menschen foltern und Menschenrechte mit Füßen getreten werden. Auch deshalb ist es wichtig, die grauenvollen Geschehnisse der Hexenverbrennung in Erinnerung zu behalten als Mahnung: Die Würde eines jeden Menschen ist unantastbar, hier und überall."